Bildung des Schiedsgerichts

Die Parteien können sich bei der Einleitung und während des gesamten Schiedsverfahrens von einer Institution betreuen lassen, etwa der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS). Die Parteien können das Schiedsverfahren mit ihren Anwälten und den Schiedsrichtern aber auch in Eigenregie führen.

Bei niedrigen Streitwerten kann sich aus Kostengründen ein Einzelschiedsrichter empfehlen. In komplexeren Verfahren sollten in der Regel drei Schiedsrichter entscheiden, der Vorsitzende und zwei Mitschiedsrichter. In diesen Fällen benennt grundsätzlich jede Seite einen Schiedsrichter, diese wählen einen Vorsitzenden aus; bei Nichteinigung wird der Vorsitzende von einer dritten Stelle bestimmt.

Das Schiedsgericht wird in der Praxis mit Schiedsrichtern besetzt, die eine besondere Kompetenz für die streitige Materie besitzen; als vorsitzende Schiedsrichter („Obmann“) werden in der Regel erfahrene Richter oder Rechtsanwälte bestellt.

Ein Schiedsverfahren ähnelt im Ablauf und der Beachtung der Verfahrensgrundsätze einem staatlichen Gerichtsverfahren. Für die Beteiligten eines Schiedsverfahrens gelten grundsätzlich die Vorschriften der §§ 1025 – 1066 der ZPO. Die Parteien tauschen Schriftsätze aus, meist findet auch eine mündliche Verhandlung mit der Möglichkeit einer Beweisaufnahme statt.

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